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Nein, diese Erfahrung habe ich nicht gemacht. Mein erster Hund, ein Dackelmischling namens Caesar, kam bereits
ausgewachsen aus dem Tierheim zu uns. Schnell mußte er sich daran gewöhnen, Korb und Napf mit den
Katzen zu teilen. Die geselligen Siamesen/Thai nehmen problemlos auch Hunde in die Familie auf.
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Caesar, 1980 (oben) und 1981 |
Doch ganz so einfach geht es nicht immer, vor allem, wenn es sich um freilaufende Tiere handelt.
Da jedes Tier seinen Instinkten entsprechend handelt, wird eine Katze normalerweise flüchten. Das löst im Hund den Jagdreflex aus und schon setzt er hinterher. Diese Verhalten kann man auch bei einem friedlichen, an Katzen gewöhnten Hund finden. Nur wird dieser Hund kurz darauf Trost bei Frauchen oder Herrchen suchen, weil er nun eine krallenbewehrte Ohrfeige erhalten hat. Denn die gerade noch gehetzte Katze wird sich kaum friedlich beschnüffeln lassen, wenn sie endlich gestellt ist. Ist der Hund kein Katzenfreund, ist eine solche Situation immer eine große Gefahr für die Katze.
Nun ist beim Menschen wirkliche Tierliebe meist nicht nur auf eine Tierart beschränkt. Deshalb stellt sich häufig die Frage: "Kann ich zu meinem Hund noch ein Kätzchen anschaffen" oder "Wir hätten gerne noch einen Hund, was werden unsere Katzen dazu sagen?"
Natürlich sind Tiere individuell unterschiedlich und man kann solche Fragen nicht pauschal beantworten. Die Erfahrung zeigt aber, dass in der Regel keine großen Probleme zu erwarten sind.
Ganz unproblematisch ist es, wenn man Jungtiere vergesellschaftet. Der Wunsch nach einem Spielkameraden, die natürliche Neugier und Aufgeschlossenheit sorgen dafür, dass die kleinen "Sprachschwierigkeiten" schnell überwunden sind. Dass sich nach einer wilden Toberunde klein Hundchen und klein Kätzchen auch gemeinsam ins Körbchen legen versteht sich von selbst. Einer lebenslangen Freundschaft steht da nichts im Wege.
Wer einen ausgewachsenen Hund besitzt, muss aufgrund der Rasse, des Temperamentes und der Erziehung seine Hundes sorgfältig entscheiden, ob die Sicherheit eines dazugesetzten Kätzchens gewährleistet ist. Man kennt sein Tier und weiß, wie es sich verhalten wird. Wer sich mit dem Gedanken trägt zu seinem Hund noch eine Katze anzuschaffen, gehört auch ganz sicher nicht in die Kategorie Hundehalter, die ihre Hunde auf Katzen scharfmachen. Und bei einem normalen Hund gibt es kaum einmal Probleme.
Gehen wir erst einmal davon aus, daß wir ein junges Kätzchen eingewöhnen wollen. Der beste Ort zum Kennenlernen ist die Wohnung. Wer etwas unsicher ist, nimmt den Hund zu Beginn an die Leine. Miezchen darf stromern und wird den Hund erst einmal erschreckt anfauchen, wenn sie auf ihn trifft. Wenn der Hund dann nicht laut bellt oder hinterher springt, wird die kleine Katze den Hund schnell tolerieren und später versuchen, ihn als Spielpartner zu gewinnen. Der Hund wird gelobt, wenn er ruhig bleibt. Das Hinterherlaufen wird ihm nachdrücklich verboten. Sobald der Hund verstanden hat, dass seine Besitzer diese Katze als neuen Hausgenossen wünschen, hat man gewonnen. Als Rudeltier hat der Hund in keinem Alter Probleme, einen Rudelzuwachs zu akzeptieren. Solange man dem Hund noch nicht völlig vertraut, sollte man ihn nur unter Aufsicht mit den Kätzchen zusammen lassen. Die meisten Hunde sind da sehr gutmütig und lassen sich schon nach wenigen Tagen von dem neuen Mitbewohner ärgern und zausen. Auch dass sie schon einmal vor ihrem Körbchen schlafen müßen, weil Kätzchen dort eingeschlummert ist, wird akzeptiert.
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Unsere Katzen mit Klein- (oben) und erwachsener Anet
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Wer eine erwachsene Katze mit nach Hause bringt, geht am besten genauso vor. Nur muss man sich da erst einmal zufrieden geben, wenn sich die Tiere ignorieren. Auch sollte man etwas achtgeben, dass der Hund nicht eine böse Ohrfeige einfängt, wenn er nur freundlich schnüffeln will. Also den Hund noch mehr zurückhalten als bei einem Kitten. Er soll ja keine schlechten Erfahrungen mit der neuen Katze machen. Diese wird zwar nicht von sich aus den Hund angreifen, kann aber aufgrund schlechter Erfahrungen oder einfach aus Angst schon einmal überreagieren.
Nun der umgekehrte Fall. Einer ausgewachsenen Katze soll ein junger Hund dazugesellt werden. Da wird die Katze zunächst echt beleidigt sein. Wie kann Mensch so etwas verlangen, dass sie sich mit diesem lauten, wilden Ding anfreundet! Sie wird dem Hund zu Beginn weiträumig aus dem Weg gehen. Hundchen will fröhlich und unbedarft hinterhersausen. Da braucht man sich gar nicht einzumischen. Die Katze wird dem kleinen Wildfang schon zeigen wo`s langgeht. Wenn das Hundchen von der Katze ein paarmal in seine Schranken gewiesen worden ist, wird es schweren Herzens seine Grenzen akzeptieren.
Hat man eine Seniorenkatze, sollte man dieser die Ruhe des Lebensabends erhalten und die Anschaffung des Hundes aufschieben. Denn egal welche Größe und welche Rasse, laut, fröhlich und ungestüm ist ein junger Hund nun einmal. Für eine greise Katze also ein arger Streß, auch wenn der Kleine es nicht böse meint.
Deshalb jetzt noch einmal ein Rat an alle, die sich mit dem Gedanken tragen einen Hund und eine Katze aneinander zu gewöhnen : Nur Mut! Mit ein bisschen gesundem Menschenverstand, Kenntniss vom Tierverhalten und Fingerspitzengefühl ist das kein Problem! Viel Freude am Miteinander mit den ungleichen Hausgenossen winken als Lohn.
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| Neben meinen Siamesen/Thai sind mittlerweile auch Whippets eine Leidenschaft von mir. Eigentlich sind sie die Siamkatzen unter den Hunden........ immer freundlich und total verschmust. Deshalb gibt es manchmal
auch einen Wurf , die ebenso wie die Katzenkinder, in der Wohnung mit viel Liebe aufgezogen
werden. |
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